Der Weg zur Lizenz für Gleitschirmpiloten


Um mit dem Gleitschirm selbstständig fliegen zu dürfen, bedarf es fast weltweit einer Lizenz. Der Weg dorthin ist in einzelne Ausbildungsabschnitte mit entsprechenden Lerninhalten untergliedert. Der deutsche Hängegleiter Verbandals Beauftragter des Verkehrsministeriums, regelt die Ausbildung zum Gleitschirmpiloten in Lehrplänen und der Ausbildungs- und Prüfungsordnung. 

Die Lizenz, welche zum selbstständigen Gleitschirmfliegen berechtigt, wird beschränkter Luftfahrerschein ( A-Schein ) genannt. Hierzu müssen im Grund-und Höhenkurs zusammen mindestens 55 Flüge und 25 Theoriestunden in der Flugschule, und Prüfungen in Theorie und Praxis vor einem vom DHV beauftragten Prüfer absolviert werden. Die dazu notwendigen Flüge können entweder mit Hangstart, an der Winde oder kombiniert in beiden Startarten stattfinden. Dabei wird eine gewisse Anzahl von Flügen mit unterschiedlichen Höhenunterschieden zwischen Start- und Landeplatz, bzw. Ausklinkhöhe an der Winde gefordert. Ebenfalls müssen verschiedene Flugmanöver erlernt und souverän und selbstständig beherrscht werden.


 


Die Ausbildung zum Gleitschirmpiloten erfolgt bei uns grundsätzlich mit dem Ziel, den unbeschränkten Luftfahrerschein mit den beiden Startarten, Hang und Winde, zu erwerben.

Der Einstieg kann für Unentschlossene mit dem Schnuppertag oder einem Tandemflug erfolgen. Wer danach, oder von Anfang an überzeugt ist, mit der Ausbildung zum Gleitschirmpiloten zu beginnen, für den ist dann der Grundkurs der erste Schritt in der Ausbildung zum Piloten.

Im Grundkurs werden die Basics vermittelt und erlernt. Kennenlernen der Ausrüstung, Startvorbereitungen, Starts, kleinere Flüge mit Kurven, die Landung und veschiedene Übungen mit dem Gleitschirm stehen auf dem Programm. Ziel des Grundkurses ist es im einfachen Schulungsgelände selbstständig zu starten, Kurven zu fliegen und eigenständig landen zu können. Bereits hier besteht die Möglichkeit, Starts am Hang und der Winde zu erlernen. Bereits im Grundkurs erfolgt parallel zur praktischen Ausbildung ein theoretischer Teil. Das Erlernte wird noch im Grundkurs in einer flugschulinternen Prüfung abgefragt. 


 

Nach dem Grundkurs geht es dann mit der Höhenausbildung weiter. Diese führen wir in 2 Teilen durch. Dem Windenkurs , und dem alpinen Höhenkurs.

Im Windenkurs wird der Start an der Winde erlernt. Bei mindestens 25 Höhenflügen mit einer Ausklinkhöhe ab 200m werden wir euch bei jedem Flug verschiedene Flugmanöver und die vorgeschriebene Landeeinteilung vermitteln. Ebenfalls wird die komplette Theorie (inkl. Winde) zum beschränkten Luftfahrerschein (A-Schein) unterrichtet. Diese wird am Ende des Kurses durch einen vom DHV bestellten Prüfer in einer computerbasierten Prüfung abgenommen.


 

Im alpinen Höhenkurs liegt der Fokus der Ausbildung dann bei den Hangstarts. Bei mind. 15 Flügen mit einer Höhendifferrenz ab 500m zwischen Start- und Landeplatz werden gleichzeitig die im Windenkurs erlernten Manöver, als auch die Landeeinteilung weiter geübt und vertieft. Nach Erreichen der vorgeschriebenen Anzahl an Flügen, und sicherem Beherrschen aller Manöver ist die Prüfungsreife erreicht. Diese, und eine bestandene theoretische Prüfung sind Vorraussetzung zur Zulassung der praktischen Prüfung. Diese organisieren wir i.d.R. am Ende des alpinen Höhenkurses für euch. Ein vom DHV bestellter Prüfer wird diese dann abnehmen. Bei erfolgreichem Bestehen erhaltet ihr wenige Tage danach einen Luftfahrerschein vom Verband, und seit damit nun berechtigt selbstständig zu Fliegen.